Mag. Birgit Kuras als Frau im Fokus

Evolution statt Revolution Von Maria Theresia zu Birgit Kuras…


Gegründet wurde die Börse von einer Frau, Maria Theresia.

241 Jahre hat es gedauert, dass eine Frau an der Spitze der Börse steht: Birgit Kuras.

Wien war einmal die größte Börse der Welt, darum kann es heute natürlich nicht mehr gehen. Wenn hart, dann hart wie hartnäckig, das sei sie wirklich, sagt Birgit Kuras, die die Börse schrittweise weiter stärken will. Die Wiener Börse habe unter der Verschuldungskrise sehr gelitten, befinde sich aber definitiv nicht in einem Dornröschenschlaf, so Kuras.

Ein kapitalmarktfreundliches Statement von der Politik wäre sehr hilfreich. Ebenfalls fordert sie die Politik auf, die Rahmenbedingungen für den Standort Wien zu verbessern. Heftige Kritik übt Kuras an den „Dark Pools“. Das Problem stelle sich so dar, dass gute Märkte immer stärker reglementiert werden und dass es daher zu einem Wildwuchs von reglementierten Plattformen kommt. Hier fordert sie EU-weites Eingreifen ein.

Ihr persönlicher Eindruck sei, dass sich die Rahmenbedingungen für Frauen geändert haben. Sie seien viel selbstbewusster geworden, trotzdem gäbe es noch einen großen Handlungsbedarf. Kuras fordert ein, dass das Thema Geld und Veranlagung stärker in der Ausbildung verankert sein solle.

Auf die Frage, ob sie in ihrem Berufsleben ebenso viel wie Männer verdient habe, antwortet sie klar mit Nein. In den ersten Jahren ihrer Karriere habe sie das zur Kenntnis genommen, bis ihr der Kragen endlich geplatzt sei.

Empfehlung an die Frauen: Gehalt einfordern, sie verdienen es!

Mit dabei: Annabell Loebell, Christine Marek, Eva Marchart, Martina Fasslabend, Gabi Spiegelfeld, Patricia Pawlicki, Daniela Enzi, Bettina Gneisz, Bianca Taschner (Mathspace), Nicole Bäck, Raffaela Vallon-Sattler, Maria Rauch-Kallat, Petra Stoiber, Harald Hertz( Lorenz Böhler), Xenia Hausner, Claudia Wittmann (Hilton), Maxi Spaur (Bankhaus Krentschker), Eva Maria Klinger, Peter Korecky,  Georg Spiegelfeld…